Familiendramen hatten im deutschen Kino- und Fernsehfilm zuletzt Hochkonjunktur. Dabei bewegten sich manche dieser Psychodramen dank ihrer realistischen Genauigkeit, aber auch wegen ihrer einprägsamen Darsteller auf hohem Niveau. So auch "Der Vater meiner Schwester" (BR / ARTE, Regie: Christoph Stark), der beim Münchner Filmfest 2005 Premiere hatte. Es geht um einen jungen Mann, der an der Schwelle zum Erwachsenwerden erfährt, dass sein tot geglaubter Vater, der in Indien verstorben sein soll, doch nur um die Ecke wohnt und dort mit einer anderen Familie zusammenlebt.
Der 16-jährige Koch Paul (Ludwig Blochberger) träumt seit Langem davon, nach Indien zu reisen, um das Grab seines Vaters zu besuchen. Doch nun gesteht Pauls Mutter (Johanna Gastdorf), dass sie die Geschichte, der zufolge sein Vater bei einer Expedition ums Leben kam, nur erfunden hat. Paul sei das Resultat eines Seitensprungs, sein wirklicher Vater heiße Klaus Merbold, er sei Arzt und wohne mit Frau und Tochter in derselben Stadt.
Paul, der des Weiteren erfährt, dass ihn der Vater nie kennenlernen wollte - und zwar aus Angst, Frau und Tochter könnten so von seiner einstigen Affäre erfahren - nimmt allen Mut zusammen. Er will sich diesem Vater stellen. Ein erstes Treffen mit ihm endet aber im Desaster.
Nun will Paul die Frau des Vaters (Anke Sevenich) und dessen Tochter Susa (Katharina Schüttler) für sich gewinnen, um wenigstens als unehelicher Sohn akzeptiert zu werden. Doch Susa verliebt sich sofort in Paul, ohne von ihrer Blutsverwandtschaft zu wissen. Die Situation droht daher zu eskalieren.
Dem Regisseur Christoph Stark gelang dank vorzüglicher Darsteller das glaubhafte Dokument einer Selbstfindung, das sich hart an der Grenze zum psychischen Abgrund bewegt. "Das Leben wird kompliziert", sagt der Drehbuch-Autor Jochen Bitzer, "wenn Lügen gut gemeint und Wahrheiten bitter, demütigend und verletzend sind".
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Wiederholungen:
Der Vater meiner Schwester (14:30 - ARTE - 20.2.2010), 1 Punkte
Der 16-jährige Koch Paul (Ludwig Blochberger) träumt seit Langem davon, nach Indien zu reisen, um das Grab seines Vaters zu besuchen. Doch nun gesteht Pauls Mutter (Johanna Gastdorf), dass sie die Geschichte, der zufolge sein Vater bei einer Expedition ums Leben kam, nur erfunden hat. Paul sei das Resultat eines Seitensprungs, sein wirklicher Vater heiße Klaus Merbold, er sei Arzt und wohne mit Frau und Tochter in derselben Stadt.
Paul, der des Weiteren erfährt, dass ihn der Vater nie kennenlernen wollte - und zwar aus Angst, Frau und Tochter könnten so von seiner einstigen Affäre erfahren - nimmt allen Mut zusammen. Er will sich diesem Vater stellen. Ein erstes Treffen mit ihm endet aber im Desaster.
Nun will Paul die Frau des Vaters (Anke Sevenich) und dessen Tochter Susa (Katharina Schüttler) für sich gewinnen, um wenigstens als unehelicher Sohn akzeptiert zu werden. Doch Susa verliebt sich sofort in Paul, ohne von ihrer Blutsverwandtschaft zu wissen. Die Situation droht daher zu eskalieren.
Dem Regisseur Christoph Stark gelang dank vorzüglicher Darsteller das glaubhafte Dokument einer Selbstfindung, das sich hart an der Grenze zum psychischen Abgrund bewegt. "Das Leben wird kompliziert", sagt der Drehbuch-Autor Jochen Bitzer, "wenn Lügen gut gemeint und Wahrheiten bitter, demütigend und verletzend sind".
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