Überlege gut, wem Du traust, wenn Deine Eltern gestorben sind und Du Dein Leben fortan mit zwei neuen Menschen fristen musst! - Allzu viel Spielraum haben Ruby und ihr kleiner Bruder Rhett Baker nicht, denn es ist klar, wem sie zugewiesen werden: den beiden Herrschaften, die eben am tauglichsten für einen Thriller scheinen. Spannung mit makaberem Hintergrund bietet Daniel Sackheim in seinem Regiedebüt "The Glass House", das im Herbst 2001 in den deutschen Kinos wenig erfolgreich war. SAT.1 wiederholt nun den Thriller mit einer überzeugenden, damals erst 18-jährigen Leelee Sobieski, die zuletzt für das Drama "The Mad Cow" vor der Kamera stand.
Kurz und harmonisch wird das Familienleben der Bakers vorgestellt. Mit den üblichen Unebenheiten der Pubertät zwar, doch lieblich und rein. Aber ausgerechnet am Hochzeitstag haben die Eltern einen tödlichen Autounfall.
Die Kinder Ruby (Leelee Sobieski) und Rhett (Trevor Morgan) ziehen - quasi adoptiert - in den Glaspalast des befreundeten Ehepaars Glass. Der Name der Zieheltern ist nur ein Indiz dafür, dass Regisseur Daniel Sackheim in seinem Debüt auf Nummer sicher gehen will. Einem Spiegelkabinett ist das Gebäude nachempfunden, in dem die 16-jährige Ruby fortan mit skeptischem Blick umherirrt. Sie weiß nicht genau, woran es liegt, aber sie fühlt sich unwohl.
Diane Lane spielt die ausgezehrte, mit ihrer neuen Rolle als Ziehmutter überforderte Erin, und sie erklärt zum omnipräsenten Material: "Physikalisch gesehen ist Glas ein Leiter, hat aber selbst keine rechte Substanz und zeichnet sich durch nichts Besonderes aus." Damit beschreibt sie auch ziemlich treffend den Film. Der Regisseur vermittelt dem Zuschauer nur kurz inhaltliche Spannung, deckt dann aber in seinem makaberen Spiel - vielleicht unfreiwillig - zu schnell die Karten auf. Denn Papa Glass (Stellan Skarsgård) plant Teuflisches.
Doch zum Glück ist da noch die Lichtgestalt Leelee Sobieski. Wie oft der Betrachter in ihre vom Schreck geweiteten Augen blicken darf, ist nicht mehr zu zählen, aber immer wieder schön. Sackheim malt jedoch zu lange in schwarzen und weißen Farben, bis er Ruby feststellen lässt, dass sie "jetzt erwachsen" werden müsse. Die Teenie-Heldin ist alleine auf sich gestellt. Das ist leider wie bei "Scream", nur ohne Maske.
Es wurden 10 anonyme Bewertungen abgegeben.
Kurz und harmonisch wird das Familienleben der Bakers vorgestellt. Mit den üblichen Unebenheiten der Pubertät zwar, doch lieblich und rein. Aber ausgerechnet am Hochzeitstag haben die Eltern einen tödlichen Autounfall.
Die Kinder Ruby (Leelee Sobieski) und Rhett (Trevor Morgan) ziehen - quasi adoptiert - in den Glaspalast des befreundeten Ehepaars Glass. Der Name der Zieheltern ist nur ein Indiz dafür, dass Regisseur Daniel Sackheim in seinem Debüt auf Nummer sicher gehen will. Einem Spiegelkabinett ist das Gebäude nachempfunden, in dem die 16-jährige Ruby fortan mit skeptischem Blick umherirrt. Sie weiß nicht genau, woran es liegt, aber sie fühlt sich unwohl.
Diane Lane spielt die ausgezehrte, mit ihrer neuen Rolle als Ziehmutter überforderte Erin, und sie erklärt zum omnipräsenten Material: "Physikalisch gesehen ist Glas ein Leiter, hat aber selbst keine rechte Substanz und zeichnet sich durch nichts Besonderes aus." Damit beschreibt sie auch ziemlich treffend den Film. Der Regisseur vermittelt dem Zuschauer nur kurz inhaltliche Spannung, deckt dann aber in seinem makaberen Spiel - vielleicht unfreiwillig - zu schnell die Karten auf. Denn Papa Glass (Stellan Skarsgård) plant Teuflisches.
Doch zum Glück ist da noch die Lichtgestalt Leelee Sobieski. Wie oft der Betrachter in ihre vom Schreck geweiteten Augen blicken darf, ist nicht mehr zu zählen, aber immer wieder schön. Sackheim malt jedoch zu lange in schwarzen und weißen Farben, bis er Ruby feststellen lässt, dass sie "jetzt erwachsen" werden müsse. Die Teenie-Heldin ist alleine auf sich gestellt. Das ist leider wie bei "Scream", nur ohne Maske.
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